
Stadt Horn Hausinschriften im Amt Horn 1948, hier Stadt Horn. Version 2010 Übertragen nach dem Original-Manuskript von Frau Grete Ostmann, geb. Vogt. Zur besseren Lesbarkeit wurde das „V“, wenn es für „U“ oder „Ü“ steht, durch „U“ bzw. „Ü“ ersetzt. Die in [ ] gesetzten Anmerkungen stammen aus dem Original der Verfasserin. Die Inschriften wurden nach der von Frau Ostmann nachträglich in der Vorlage vorgenommenen Nummerierung sortiert. Textabschrift: Olaf Biere 1 Burg, eine eingelassene SteinplatteBernhardus nobilis vir dns Lippensis hanc domum construxit et complevit anno Dom. 1348 [Bernhard, Edler Herr zur Lippe, hat dieses Haus erbauen und vollenden lassen im Jahre des Herrn 1348] 2 Weweler, Mittelstraße 40 Soli Deo Gloria 1563 – [Gott allein die Ehre]
HANS SIEVERS UND ANNA KONNBROG HABEN MICH LASSEN BAUWEN
Museum WER GOT VERTRUWT HAT WOL GEBUWT 5 Kösch, Heerstraße 3 (soll das älteste Haus in Horn sein) JOHAN ADOLPH GRUT UNDT ANA MAGTTLEINA STARM [oo 9.5.1724 = Gruth, Hermann Adolph und Storch, NN] 6 Garnjost, Nordstraße 4 ACH GOT MIN HER BEWAR MI VOR BUWEN VOR FÜR UND WATERSNODT UND VOR EINEM BOSEN SCHELLEN DODT.
7 Hanke; Nordstraße 16
8 I. Pfarre, in der Scheune eingebaut INSIGNIS COETUS PIETAS ET SEDULA CURA HANO CHRISTO ET STUDIIS CONSITITUERE DOMUM ANNO MDCLXIX (1659) [übersetzt nach der hornschen Chronik: Die ausgezeichnete Frömmigkeit und eifrige Sorge der Gemeinde haben diesen Haus für Christus und die Arbeit in seinem Worte erbaut] 10 Brokmeier, Heerstraße 60 AN GOTTES SEGEN IST ALLES GELEGEN 11 Winkel, Mittelstraße 43 NEMO GAVDET IN VTOGVE SECVLO I [Niemand freut sich in beiden Welten – 1671 – dieser Spruch ist ein Chronogramm!] *****
In Horn trägt das Haus Mittelstraße 48 die Inschrift: Es muss aber heißen Im Jahre 1975 wurde das Haus renoviert. Vom Chronogramm waren nur drei Worte vorhanden. In Unkenntnis hat man die fehlenden Buchstaben falsch ergänzt, wie ein altes Foto bewies.
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12 Vialon, nach der Mittelstraße Nr. 33 Spes confisa Deo numquam confusa recedit 1679 [Die Hoffnung, die auf Gott vertraut, wird niemals zu Schanden werden]
[dito], Hauptportal Adam Henrich von Kotzenberg - Margarete Gerdrut Rübel von Biberach haben mit Gottes Hilfe im Jahr 1680 das väterliche Haus ausgebaut Adamus Henricus a Kotzenberg - Margarete Gerdrudis Rübel a Biberac auxiliante Jehova paternas hasce aedes extruxere anno MDCLXXX
[angelehnt an Ps. 119, V 116] Holzgrefe, Burgstraße 8 ANNO 1858
Huneke, Burgstraße 7 ANNO 1860
13 Schierenberg, Paternosterstraße 1 CHRISTOPHER HENRICH TIEPCKE UND EVAMARIA MÖLLENBECK [oo 5.10.1686 = Tielcke, Christoph Henrich und Möllenbeck, Eva Maria] 14 Klöpping, Nordstraße 32
[Spr. 27, 1 + Ps. 13 V. 6] 15 Betke, Heerstraße 58 JOHAN FRIZI JORGEN UND ANNA HELENA HENTZEN HABEN DISES HAUS LASSEN BAUWEN [oo 17:02:1692 Jörgens; Johann Fritz und Hentzen, Anna Helena] 16 Weeke, Nordstraße 24 Erker: DER SEGEN DES HERRN MACHT REICH ONE MÜHE
[Sp. 10, 2 – Ps. 127, 1 – haben am 02.04.1709 geheiratet] 17 Beckmann; Pfuhlstraße 2 CONRAD HENRICH BECKER ET ANNA CHRISTINA [oo 23.2.1703 = Becker, Conrad und Vierfuß, Anna Christina] 18 Hölting, Heerstraße 7 JOHANN PETER WEBER UND ANA MARIA KOCHS 19 Röwe, Burgstraße 23 JOHAN HENRICH HAMPE UND ANNA MARGRETA WIDEMEIERS [Gesangb. 486 (321) - oo 17.05.1698]
20 Burg; über dem Portal
21 Armenhaus, Heerstraße 13 DIESES HAUS IST ANNO 1729 VON NEU AUFGEBAUTT 22 Capelle, Nordstraße 20
[haben am 13.01.1729 geheiratet: Tölle, Georg Ludwig von Schwalenberg und Bruns, Magdalena , Witwe Göbbels, Cord Henrich +1726] 23 Filzhut, Nordstraße 30 ANNO 1730 DEN 12 OCTOBER IST DAS VORIGE HAUS VERGANGEN IN DEN BRANDT
[Ps. 119 V 92, Ps. 73, 28 – ein Paar oo 14.04.1709 = Mettengang, Adam Henrich (+ 1746 m. 77 J.) und Gülicher, Margareta Magdalena (+1746 m. 67J.) – 2. Paar oo 14.04.1709 = Mettengang, Moritz (+1723 mit 80 J.) und Giebe, Anna Margreth (+ 1723 mit 83 J.)] 24 Voss, Nordstraße 22 – ebenfalls durch Brand 1730 vernichtet Oben: LIEBE DU MIG WIE ICH DIG
[oo 30.10.1709 = Lahmann, Jo. Cordt vom Wilberge und Meyers, Catrina Magdalena] 25 Capelle, Mittelstraße 47 – Seitenfront zum „Ort“ hin AN GOTTES SEGEN IST ALLES GELEGEN [Spruch] [also oo1700 – Eißleben, Alegunda, hiesigen Raths-Asserssoris und Ober-Amtmanns Ramus/Ramy Frau +1739 mit 75 J.] 26 Hafermeier, Pfuhlstraße 20 JOHAN CHRISTOFFEL BRUGMAN UND MARIA ILSABEN
[oo 11.01.1735] 27 Amtsgebäude, Mittelstraße 36, hinten EX STRV
Erker:
[oo 08.10.1721]
[links am Haus]
29 Schierenberg, Nordstraße 8 [9!] – vor der Scheune
[oo28.09.1760 Heithecker, Joh. Ernst und Meyers, Anna Maria, Witwe] Inschrift von 1576 am Giebel des Hauses Nordstraße 9 (Thies) nach der Restaurierung 1953 = auch Fächerrosetten der Weserrenessaince. „Im dusent uyff hundert negen undt seventichst enn Jjer alse Speckes genoch war heft Auf Hochdeutsch = Im 1579. Jahr, als es Speck genug gab, hat Hausnummern erst 1819; damals Nummer 270 Am Giebel:
30 Wulf, Mauerstraße 5 ANTON UNROGGE UND ANNA MARIA GEISSEN [oo 16.11.1781 = Unruhe, Anton und Geise, Anna Maria] 31 Kästing, Burgstraße 20 JOHAN FRIDERICH ANTON FLAKE AUS SCHMEDISSEN UND ANNA ELISABET KOCHS AUS DER BREEN AMT SCHOTTMAR DIE HABEN DIS HAUS MIT GOTT UND MENSCHEN LASSEN BAUEN
32 Jöstingmeier, Burgstraße 18 WER DAS GEBOT BEWAHRET DER BEWAHRET SEIN LEBEN DIE SPRÜCHE SALOMONIS DAS 19. CAPITEL VERS 16 UND [seitlich verwittert – Anm. der Verfasserin in Zeile zwei: „wer aber seines Weges nicht verachtet …“]
33 Heerstraße 85 CHRISTOPH KONIG UND LOISE CATRINA FARWIG [Warweg] 34 Voigt, Im Orte 11 EIMER T ∙ PETERSEN VON BREMEN HAT MIH BAUEN LASSEN ANNO 1817
35 [dito] - Über der eigentlichen Haustür: - C. F. LENDER UND A. L. GE PIDERIT 1825 36 Schönlau, Heerstraße 25 JOHANN CONRAD STUTE UND CHARLOTTE MÜLLER 37 Hagemeier, Burgstraße 24
[oo 31.12.1826 = Hagemeyer, Simon Heinrich Adolph und Krietenstein, Amalie Florentine, Ww. geb. Böger von Nienwalde] 38 Lange, Nordstraße 10
[Gesang 516 V. 5]
Heute auf der Mittelstraße im Hosengeschäft Lange eingebaut 39 Brüggemann, Burgstraße 17 ERNEUERT DURCH JOHANN CHRISTIAN KOELLER UND ANNA LOUISE VIALON ANNO 1841
[oo 1.12.1833] 40 Stüker, Pfuhlstraße 20 F.W. STÜKER UND A.S. DEPPE [oo 29.6.1845] 41 Lohmeier, Heerstraße 87 DURCH GOTTES HULFE UND MACHT I. D. BAU VOLLBRACHT 42 Hammann, Heerstraße 11 (in Stein) K. HAMMANN ANNO 1853 43 Fellensiek, Kirchstraße 1 F.A. GEISE ANNO 1860
44 Rebbe, Mittelstraße 66 ORA ET LABORA 45 Stadthaus, Burgstraße 1 (Steinplatte) Ora et labora H. W. Meyer 1864 46 Pfarre I DER HERR BEHÜTE DEINEN AUSGANG UND EINGANG [Ps. 121,8] 47 Pfarre II DER HERR IST MEIN HIRTE 1902 [Ps. 23,1] 48 Forsthaus DER WALD EIN SEGEN WIE GOTT IHN SCHUF 49 Schimpf, Heerstraße 91 F. CAPELLE UND F. TILLE 1860 50 Tille, Mittelstraße 51, Neubau Erbaut 1948 von Wilhelm Tille und Hedwig Tille geb. Rohrmann Anm.: siehe auch Nr. 34. 51 Krome, Mittelstraße (nur gemalt) FRITZ KROME ZIMMERMEISTER
Anm: Die nachfolgenden Nummern 52 bis 61 waren schon 1948 nicht mehr vorhanden, die Inschriften stammen aus nicht genannten Überlieferungen: 52 Schierenberg, Pfuhlstraße 5, entfernt 1948ES IST KEINE PLAGE IN DER STADT 53 Posthalter Meier, Hotel zur Post Johann Megger – Isa Veradt sin Fraw
(abgebrochen 1894) 54 Alte Schule Bis 1860 stand an einem Balken über einem Fenster die Jahreszahl 1664 „Beuge ihm den hals, weil er noch jung ist, 55 Vialon, vor einer Scheune „Creseit sub onere palma“ 1658 Mit der Arbeit kommt der Segen. [Es muss dort das ältere Haus gestanden haben] 56 Pfarrhaus I An einem kleinen Vorbau stand „In gratiam pastoris senioris hale exilis exdora appostra“ Dieser kleine Sitz ist für den älteren Prediger angefertigt (1669) 57 An einem Balken vor der Scheune stand die teilweise unleserliche und nicht zu deutenden Inschrift in lateinischer Sprache, welche übersetzt etwa lautet: „In Worten besteht (hängt) jetzt die Liebe, nicht wie ehemals wird sie durch Taten (Sachen) abgewogen. Vom Gefühle (Sinne) nicht von der Vernunft steigt der Glaube in den Kopf weil die Liebe in der Brust sitzt, die Religion Sache des Gehirns ist, wohin nur das Herz sich begab. Unter Christo Leitung ist diese Scheune aus dem Vermögen der Kirche erbaut im Jahre 1713“ 58 Eckhaus Mittel-/Nordstraße (abgebrochen) „Anno 69 den 20. Okt. in der Nacht ist dieses Haus erbärmlich verbrannt“ (1669) [Ähnliches stand an den Häusern bis zum Nordtor] 59 Pfarrhaus II „Fecerunt fieri fauste pastoris in usum senatus et plebs appidi“ (1681) Rat und Volk der Stadt haben dies für den Pfarrer glücklich zustande gebracht. 60 Synagoge Über der Eingangstür stand in hebräischer Schrift der Spruch 1 Mose 28, 17: „Wie heilig ist diese Stätte, hier ist nichts anders denn Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels“ – 1856 – zerstört 1939. Auf dem freien Platz neben dem Rathaus, auf dem Balken über der Tür zur Mittelstraße hin stand Hebräer 13, 44. „denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“ Dieses Calandshaus wurde 1864 eingeäschert.
Bruchstück: Stadthaus, Nordstraße 11 mit dem Datum D. 9. April 1799
Stadthaus, Nordstraße 28 Verwittert: Runke, Burgstraße 27 (DEN 7 APRIL ANNO 1663)
Weber, Heerstraße 64 Priss, Heerstraße 76
Burgstrasse Ein offenes Herz, ein offenes Haus
Heerstraße
Mauerstrasse
Adelheidstift [ nicht bei Grete Vogt]
Kamininschrift im Hotel Vialon [ nicht bei Grete Vogt]
Anno domm M.d. luv
Wallstraße 18
Pfuhlstrasse 14 Es gibt nichts Gutes ausser man Tut es
Haus von 1767
Haus von 1819
Haus von 1825
Niedere Mühle von 1619 Frederich Bercknhowen Anno DMI 16.19
In dieser Zusammenstellung fehlen teilweise noch die genealogischen Daten der Erbauer. Zurück: Hausinschriften Städte und Gemeinden
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Namensindex zu Torbögen Horn.
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